Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Themensemester „Sozialökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Polarisierung“

19. Dezember 2019 FB SozÖk

Es beschäftigte sich bereits ein früheres „Schlaglicht Sozialökonomie“ mit sogenannten Themensemestern am Fachbereich. Nun steht fest: Das aktuelle bzw. nächste Themensemester findet statt unter dem Titel „Sozialökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Polarisierung„.

In Anbetracht der zunehmenden Polarisierungen und Problemlagen stehen wir als Gesellschaft und Wissenschaft an einem Scheideweg: leisten wir einen Beitrag „zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft“ (Leitbild der UHH) oder geben wir uns mit dem Status quo zufrieden und tragen so zu einer fortschreitenden Polarisierung bei? Im Rahmen des Themensemesters wollen wir uns deswegen fragen, wie genau die globalen Polarisierungsprozesse auf sozialökonomischer, politischer und kultureller Ebene miteinander zusammenhängen und wie wir als Fachbereich Sozialökonomie zur Lösung dieser Fragen beitragen können. Alle Studierenden und Lehrenden sind dazu eingeladen, sich am Themensemester zu beteiligen und die Kontroversen auch in den Kursen und Seminaren zum Thema zu machen. Die Podiumsdiskussionen sollen dazu einen ersten Anstoß geben. Die Veranstaltungen sind öffentlich.

Den Lenkungskreis des Themensemester erreichen Sie bei Interesse und Rückfragen über Themensemester.sozoek@uni-hamburg.de.

Zeit, Ort und Themen der einzelnen Veranstaltungen finden Sie stets unter „Aktuelle Meldungen“ auf der Homepage des fachbereichs Sozialökonomie.

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Sozialökonomie – „Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung“

25. Juni 2019 FB SozÖk

Sozialökonomie ist mit ihrer interdisziplinären Herangehensweise dafür prädestiniert, sich auch komplexen Fragestellungen zu widmen. Sie kann fundiertes Wissen liefern – Wissen, das für viele gesellschaftliche Bereiche relevant ist. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unseres Fachbereichs sind in vielfacher Weise für einen solchen Transfer von Wissen aktiv. Sie „übersetzen“ sozialökonomisches Wissen für die Bereiche, in denen es handlungsrelevant ist.

Beispielsweise kann sozialökonomische Forschung wichtige Grundlagen für politische Entscheidungen liefern. Zudem können Sozialökonominnen und Sozialökonomen begleitend erforschen, ob z.B. sozialpolitische Maßnahmen und Programme tatsächlich die gewünschte Wirkung entfalten.

Drei konkrete Beispiele: Miriam Beblo (Professorin für VWL) ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie gehört auch zur Sachverständigenkommission für den 9. Familienbericht sowie zur Sachverständigenkommission für den 3. Gleichstellungsbereicht der Bundesregierung. Alexander Bassen (Professor für BWL) ist Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Und Herr Knops (Professor für Zivil- und Wirtschaftsrecht) wurde 2019 erneut in den Beirat „Marktwächter Finanzen“ berufen, der eine Art Frühwarnsystem für die Verbraucherzentralen darstellt und eine Institution des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz ist.

Sie alle – und viele weitere Mitglieder des Fachbereichs – tragen somit zu etwas bei, das die Universität für sich in ihrem Leitbild fixiert hat: Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung.

In diesem Kontext kann auch gesehen werden, dass viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachbereichs Patenschaften der Universität für die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der vereinten Nationen (UN) übernommen haben. Unter dem Leitbild „Innovating und Cooperating for a Sustainable Future“ wurden von der UN 17 SDGs benannt, um systematisch auf die Erreichung des Ziels hinarbeiten zu können. Die Universität folgt diesem Leitbild und hat Ende letzten Jahres erstmals Patenschaften an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer vergeben, die bereits einschlägig für die Themen ausgewiesen sind. Zwölf der Patenschaften wurden in der Sozialökonomie übernommen. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten damit einen wichtigen Beitrag, um an einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken. Die konkreten Themen der SDGs reichen von „Keine Armut“ über „Gesundheit und Wohlergehen“ bis hin zu „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ und „Bezahlbare und saubere Energie“. Zudem wurde eine Patenschaft an das Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität vergeben, dessen leitender Direktor, Alexander Bassen, ebenfalls aus der Sozialökonomie kommt.

Auch die Studierenden des Fachbereichs drängen immer wieder darauf, gesellschaftlich relevante und kritische Themen aufzugreifen. Beispielsweise fand im Wintersemester 2018/2019 auf Anregung von Studierenden am Fachbereich ein „Themensemester“ statt. Unter dem Titel „Gesundheit, Pflege, Care-Arbeit – Sozialökonomische Perspektiven“ wurde eine Reihe von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen organisiert, die für Interessierte geöffnet waren. Das Themensemester hat viel Zuspruch erhalten und aktuell plant der Fachbereich ein weiteres Themensemester.

Viele weitere Beispiele und Arten für Wissenstransfer und „Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung“ ließen sich anführen: Die Beteiligung an weiterbildenden Studiengängen, zahlreiche Forschungsprojekte und -kooperationen, die Beteiligung an #uhhhilft… Aber dieses „Schlaglicht“ ist bereits jetzt eines der längsten von „100 Schlaglichtern Sozialökonomie“. Das zeigt vermutlich, dass am Fachbereich Sozialökonomie – neben der ebenfalls bedeutsamen wissenschaftlichen Weiterentwicklung von Theorien und Methoden im Sinne einer Grundlagenforschung – der Erzeugung und dem Transfer von gesellschaftlich relevantem Wissen eine hohe Bedeutung beigemessen wird. Und es zeigt, dass die Sozialökonomie in dieser Hinsicht viel zu bieten hat!

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