Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Der Fachbereich Sozialökonomie heute

02. April 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Gabriele Löschper

Der Fachbereich Sozialökonomie ist der größte der drei Fachbereiche der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften: Aktuell forschen und lehren 38 Professorinnen und Professoren am Fachbereich, 3.300 Studierende studieren dort.

In den letzten 15 Jahren hat sich die Sozialökonomie neu aufgestellt. Zum Beispiel wurden über 70% der Professorinnen und Professoren in den letzten 10 Jahren berufen und wurden drei der fünf Masterprogramme der Sozialökonomie neu eingerichtet oder neu ausgerichtet. 

Zum Bachelor Sozialökonomie werden jedes Jahr ca. 600 Studierende zugelassen, der Studiengang ist einer der größten der Universität Hamburg. Besonders macht denStudiengang auch, dass bis zu 40% der Studienplätze für Studierende ohne Abitur vorgesehen sind und dass seine Studieninhalte sehr interdisziplinär sind (BWL, Soziologie, VWL und Recht). 

Auch in den Masterstudiengängen der Sozialökonomie und in der Forschung wird viel Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt. 

Herausforderungen und Probleme richten sich nicht nach den Einteilungen der Wissenschaft. Gesellschaftliche Situationen und Veränderungen lassen sich schwerlich in Schubladen einordnen, sie sind z.B. nicht nur ein „soziales“ oder ein „wirtschaftliches“ Phänomen. Die Sozialökonomie setzt darauf, Grenzen der Wissenschaftsdisziplinen zu überwinden und die Gesellschaft, ihre Probleme und Entwicklungen aus verschiedenen fachlichen Blickrichtungen zu betrachten. Und das nicht „nur nebeneinander“, sondern in bewusster Verschränkung von Perspektiven, so dass die interdisziplinäre Betrachtung von Wirtschaft und Gesellschaft mehr ist als die Summe ihrerTeile. Das ist nicht einfach, aber eine lohnende Aufgabe, um einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten zu können. 

Der besondere Blick der Sozialökonomie auf Wirtschaft und Gesellschaft, der sie anders als die „klassischen“ Wirtschaftswissenschaften macht, profitiert auch von der Vielfalt der Studierenden und der von ihnen in das Studium bei uns mitgebrachten und in die Forschung getragenen Fragen.

Die sozialökonomischen Studienprogramme sollen nicht „nur“ ein Ausbildungs-, sondern ein Bildungsangebot sein, das es unseren Absolventinnen und Absolventen ermöglicht, eine verantwortungsvolle Rolle als Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in der Gesellschaft zu übernehmen. 

Zur Sozialökonomie gehört für mich eine fortwährende Veränderungsbereitschaft. Die spürbare Aufbruchsstimmung, die hohen Ansprüche an Forschung und Lehre und die Reflexion der gesellschaftlichen Verantwortung in der Sozialökonomie sind für mich als Dekanin wichtige Gründe, warum ich mich jeden Tag gerne für die Weiterentwicklung der Sozialökonomie einsetze.

Prof. Dr.Gabriele Löschper ist Dekanin der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, zu der – neben dem Fachbereich Sozialökonomie – die Fachbereiche Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre gehören.

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