Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

custom header picture

Das Hamburg Center for Health Economics

03. Juni 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Mathias Kifmann

Der Fachbereich Sozialökonomie ist am Hamburg Center for Health Economics (HCHE) beteiligt, einem gemeinsamen Zentrum der Universität Hamburg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf unter Beteiligung der Fakultäten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Betriebswirt­schaftslehre und der Medizinischen Fakultät. 2011 ge­gründet, gehört das HCHE inzwischen zu den größten gesundheitsökonomischen Forschungszentren in Eu­ropa. Damit die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung gemeistert werden können, forschen mittlerweile über 70 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im HCHE an Lösungen aktueller und künftiger Fragestellungen.

Zentrale Intention des HCHE ist die Anwendung und Weiterentwicklung von empirischen und the­oretischen Methoden der Gesundheitsökonomie, um wissenschaftlich fundierte Emp­fehlungen für die Gesundheitspolitik und die Praxis des Gesundheitswesens geben zu können. Das HCHE wird unter anderem vom Bundesministe­rium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Kommission für den Zentrumsaus­bau und die internationale Doktorandenausbil­dung gefördert.

Die enge Kooperation zwischen Ökonomie und Medizin am HCHE verbessert die gesundheitsökonomische Ausbildung von Bachelor- und Masterstudierenden sowie der Doktoranden. Dies gilt insbesondere für den Studiengang M.Sc. Health Economics & Health Care Management, den der Fachbereich Sozialökonomie gemeinsam mit der Fakultät für Betriebswirtschaft anbietet. In den Lehrveran­staltungen am HCHE werden die Studierenden mit zentralen Fragen und Besonderheiten des Gesundheitswesens vertraut gemacht. Engagierte Studierende haben die Möglichkeit, im Rahmen von Bachelor- oder Masterarbeiten an Forschungsprojekten mit­zuarbeiten. Es bestehen vielfältige Kontakte in die Praxis, die für Praktika oder den Berufseinstieg genutzt werden können.

Weitere Informationen über das HCHE erhalten Sie unter https://www.hche.de

Mathias Kifmann ist Professor für VWL, insb. Ökonomik der Gesundheit und der Sozialen Sicherung. Er ist Programmdirektor des Masterstudiengangs „Health Economics & Health Care Management„.

Schlagwörter


Fairer Systemwettbewerb in der Krankenversicherung

17. Mai 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Mathias Kifmann

Ein Problem des deutschen Gesundheitswesens ist der Selektionswettbewerb zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV). Für gutverdienen­de, junge und gesunde Individuen, die nicht in der GKV pflichtversichert sind, ist ein Wechsel in die PKV schon allein deshalb attraktiv, weil sie damit Solidarbeiträge ver­meiden können.

In diesem Forschungsprojekt wurde mit dem „Fairen Systemwettbewerb“ ein Reformvorschlag entwickelt, der den problematischen Selektionswettbe­werb zwischen GKV und PKV beendet. Jede Bürgerin und jeder Bürger leistet einen einkommensabhängigen Beitrag zum Gesundheits­fonds und hat bei einem Wechsel in die PKV Anspruch auf risikogerechte Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds. Dies bedeutet, dass bei einem Wechsel in die PKV der private Krankenversicherer den Beitrag erhält, den auch ein gesetzlicher Krankenversicherer aus dem Gesundheitsfonds erhalten würde. Der Beitrag ist somit für alle Bürgerinnen und Bürger abhängig vom Einkommen. Dies sichert die Umverteilung zwischen hohen und niedrigen Einkommen. Die Zahlung des Gesundheitsfonds an den Krankenversicherer ist risikogerecht kalkuliert. Dadurch wird die Solidarität zwischen guten und schlechten Gesundheitsrisiken erreicht. Jeder Versicherte nimmt unabhängig von seiner Zugehörigkeit zur GKV oder zur PKV am Sozialausgleich teil.

Die Nachhaltigkeit unseres Reformvorschlags wird durch eine Kapitalbildung gesichert, die sowohl kollektiv als auch mittels privater zweckgebundener Sparkonten umgesetzt werden kann. Sie sorgt dafür, dass zukünftige Generationen nicht stärker belastet werden als im Status quo.

Gesundheitsfonds und dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich sind zentrale Elemente unseres Vorschlags. Allerdings bleibt letzterer durch die gesetzliche Beschränkung auf 80 Krankheiten bislang unter seinen Möglichkeiten. Diese willkürliche Einschränkung sollte aufgehoben werden. Weitere Erkrankungen sind zu berücksichtigen, die statistisch zu höheren Ausgaben führen. 

Im Vergleich zu anderen Konzepten besitzt der Reformvorschlag den Vorteil, dass er auf dem heutigen System aufbaut und es weiterentwickelt, ohne dass damit eine Form der Krankenversicherung abgewickelt wird. In einem fairen Systemwettbewerb können sich die Bürger zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung entscheiden. Dieser Weg dürfte auch juristisch ohne Komplikationen begehbar sein.

Link: https://www.hche.uni-hamburg.de/forschung/publikationen/hche_rp_2013_06_online.pdf

Mathias Kifmann ist Professor für VWL, insb. Ökonomik der Gesundheit und der Sozialen Sicherung.

Schlagwörter


Gesundheitsökonomische Forschung im Dialog

02. Mai 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Mathias Kifmann

Der Fachbereich Sozialökonomie ist am Hamburg Center for Health Economics (HCHE) beteiligt, einem der größten und führenden gesundheitsökonomischen Zentren Europas. Am HCHE wird großer Wert darauf gelegt, dass die Forschungsergebnisse diskutiert und ihren Weg in die Versorgungspraxis finden. Hierzu tragen Präsenta­tionen auf wissenschaftlichen Foren bei, die zudem einen Austausch zwischen Forschern, Politikern, Ärzten und Interessenverbänden fördern. 

Das HCHE Research Seminarist ein Forum für HCHE-Mitglieder und Gäste, bei dem eingeladene Redner ihre aktuellen gesundheitsökonomischen Forschungsarbeiten vorstellen, um mit anderen Forschern in einen konstruktiven Dialog zu treten. Es findet in der Vorlesungszeit im zweiwöchigen Turnus statt. Bisher haben schon über 100 nationale und internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung am HCHE präsentiert.

Mit Fokus auf Praktiker lädt das HCHE ein bis zweimal im Jahr zu HCHE Research Results livenach Hamburg ein. Jede Veranstaltung steht unter einem aktuellen Thema, zu dem neue Forschungs­ergebnisse vorgestellt werden. Im Anschluss werden diese mit Experten aus der Gesundheitswirtschaft und/oder Politik dis­kutiert. Auch die hochkarätigen Gäste – mehr als Hundert pro Veranstaltung – haben die Möglichkeit mitzudiskutieren und das Thema beim anschließenden Get-together zu vertiefen. 

Weitere Informationen über das HCHE erhalten Sie unter https://www.hche.de

Mathias Kifmann ist Professor für VWL, insb. Ökonomik der Gesundheit und der Sozialen Sicherung und Kernmitglied im Hamburg Center for Health Economics.

Schlagwörter


Der Masterstudiengang M.Sc. Health Economics & Health Care Management

04. April 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Mathias Kifmann

Der Fachbereich Sozialökonomie bietet gemeinsam mit der Fakultät für Betriebswirtschaft den Studiengang M.Sc. Health Economics & Health Care Management an, der für Fach-und Führungsaufgaben im Gesundheitswesen hervorragend qualifiziert. Hier erwartet die Studierenden eine tiefgehende Methodenausbildung und die Möglichkeit zur Wahl eines individuellen Schwerpunktes, je nachdem, ob sie Ihre berufliche Zukunft eher in Unternehmen, in öffentlichen Körperschaften, in Ver­bänden oder Wirtschaftsforschungsinstituten sehen. Das Studium schafft zudem die Voraussetzung für wissenschaftliche Forschung, insbesondere im Rahmen einer Promotion.

Der Studiengang wird maßgeblich von den Mitgliedern des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) gestaltet.  Im HCHE wird die gesundheitsökonomische Expertise der Universität Hamburg  und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gebündelt. Es gehört zu den größ­ten gesundheitsökonomischen Zentren in Europa. Im Masterstudiengang bieten die Mitglieder des HCHE ein breites Fächerangebot an. Es bestehen hervorragende Kontakte zur Gesundheitswirtschaft und zu internationalen Universitäten.

Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit Bachelorabschluss in Sozialökonomie (Schwerpunkte BWL und VWL), Wirtschaftswissenschaften, Gesundheitsökonomie und Wirtschaftsingenieurwesen sowie vergleichbarer Studiengänge. Veranstaltungen finden in deutscher und englischer Sprache statt.

Nähere Informationen finden Sie unter https://www.wiso.uni-hamburg.de/studienbuero-sozialoekonomie/studiengaenge/msc-hehcm.html

Mathias Kifmann ist Professor für VWL, insb. Ökonomik der Gesundheit und der Sozialen Sicherung. Er ist Programmdirektor des Masterstudiengangs „Health Economics & Health Care Management„.

Schlagwörter