Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Die beste interdisziplinäre Bachelorarbeit des Bachelor

29. April 2019 FB SozÖk

Jedes Jahr wird der Preis für die beste interdisiplinäre Abschlussarbeit des Bachelor Sozialökonomie vergeben. Er ist mit 1000€ dotiert (die von der GDFF im Rahmen des Preises FINALE gestiftet werden). Zum einen muss die Arbeit eine qualitativ hochwertige sein, bei der theoretischer und praktischer Betrag, theoretische Tiefe, formale Anforderungen und andere Aspekte einfließen. Zum anderen muss die Arbeit interdisziplinär sein, das heisst mindestens zwei Fächer innerhalb der Sozialökonomie abdecken.

Im Jahr 2019 wurde die von Jens Matti Riedlinger verfasste Arbeit „Das CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz: Implementierung von Corporate Social Responsibility Berichtspflichten in nationales Recht“ prämiert.

Die von den Rechtswissenschaften betreute Arbeite beschäftigt sich mit der Berichterstattung über nichtfinanzielle Aspekte von Unternehmen. Das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz ist in Deutschland die erste verpflichtende Berichterstattung für große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen.

Die Bachelorarbeit zeichnet die Entstehung der übergeordneten EU-Richtlinien, deren Umsetzung in deutsches Gesetz (bei dem Deutschland nur die minimal verpflichtenden Richtlinien umsetzte), sowie deren Auswirkungen auf Unternehmen nach. Chancen und Herausforderungen bei der CSR Berichterstattung werden analysiert.

Interdisziplinär ist die Arbeit weil Corporate Social Responsibility als Bereich der Wirtschaftsethik Teil der BWL ist (am Fachbereich haben wir sogar eine eigene Professur zu dem Thema), weil der gesellschaftliche Diskurs zu den gewünschten ethischen Standards Teil des Prozesses ist, und die Auswirkungen vor allem für größere Unternehmen beachtlich sind. So umfassen die Berichterstattung mindestens: Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

Das Thema hat eine hohe praktische Relevanz. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Arbeit war noch kein einziger Bericht veröffentlicht worden und das Thema ist damit hochaktuell.

Unser Dank gilt Herrn Dr. Felix Boor, akademischer Rat a. Z. für die betreuung des Themas, wir wünschen Herrn Riedlinger, der sich jetzt in einem Masterstudium befindet weiterhin viel Erfolg!

Sebastian Späth ist Professor für BWL, insb. Digitale Medien. Als Fachbereichssprecher der Sozialökonomie hat er bei der Absolventinnen- und Absolventenfeier im Januar 2019 im Namen der FINALE-Jury die Preisentscheidung begründet.

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