Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Sozialökonomisches Themensemester

05. Juni 2019 FB SozÖk

Vom Fachschaftsrat Sozialökonomie

Seit knapp zwei Jahren gibt es am Fachbereich Sozialökonomie und über den Fachbereich hinaus das „Themensemester“ als institutionellen Rahmen, in dem wir meist im Winter ein spezifisches Thema über ein Semester in den Mittelpunkt der hochschulöffentlichen Debatte am Fachbereich stellen.

Mit dem Projekt eines Themensemesters wollen wir uns als Sozialökonomie der kontinuierlichen Aufgabe stellen, gesellschaftlich relevante Fragen und Problemlagen gebündelt diskutierbar und erfahrbar zu machen. Damit wollen wir dazu beitragen, die universitäre Lehre problemorientiert, gesellschaftlich und praxisnah weiter zu entwickeln, um so dem Leitbild unserer Universität getreu „wissenschaftliche Freiheit in gesellschaftlicher Verantwortung“ zu organisieren und damit „zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft beizutragen“.

Gestartet haben wir im Sommersemester 2017, als der in unmittelbarer Nähe zur Universität stattfindende G20 Gipfel die Hamburger Stadtgesellschaft polarisierte. Dieser wurde am Fachbereich kritisch durch das „Themensemester zu G20“ begleitet, wodurch die politischen, ökonomischen und rechtlichen Diskussionen um den Gipfel in Fachkursen, Veranstaltungen und gebündelt an den „akademischen Tagen zum G20“ geführt wurden.

Weiter ging es im Winter 17/18 direkt mit einem Themensemester unter dem Titel „Austerität vs. Solidarität“. In der zugespitzten gesellschaftlichen Situation der sogenannten „Euro-Krise“ in Europa, standen die Diskussionen um Schuldenpolitiken, europäische Troika, Sozialstaatsabbau in Südeuropa usw. in Mittelpunkt der „akademischen Woche zum Themensemester Austerität vs. Solidarität“. Diese Woche wurde zum Fokuspunkt des Themensemesters, da sich über 12 verschiedene hochschulöffentliche Fachkurse sozialökonomisch mit dem Thema auseinandersetzten.

Nach diesen zwei maßgeblichen studentisch initiierten Themensemestern fand im Winter 18/19 ein erstes Themensemester in gemeinsamer, mitgliedergruppenübergreifender Verantwortung zum Thema „Gesundheit Pflege, Care Arbeit – Sozialökonomische Perspektiven“ statt. In Zeiten umfangreicher Debatten um den „Pflegenotstand“ wollten wir in einer abendlichen Veranstaltungsreihe herausfinden, wie sozioökonomische Determinanten die Gesundheitslage von Individuen beeinflussen und wie ein dahingehend sensibles Gesundheitssystem von morgen gestaltet werden muss.

Aktuell findet in den Fachbereichsgremien die Diskussion statt, welches Thema im Winter 19/20 den Fachbereich prägen soll. Die Auseinandersetzung verläuft zwischen den Vorschlägen „Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen“ und der Erforschung der „sozioökonomischen Ursachen des Erstarkens rechter Kräfte“.

Das Themensemester soll damit ein Baustein sein, um die interdisziplinäre Lehre, Debatte und Forschung am Fachbereich zu stärken und Lust auf eine involvierte Sozialökonomie machen.

Im Fachschaftsrat Sozialökonomie engagieren sich Studierende für die gemeinsame Gestaltung und Weiterentwicklung des Fachbereichs.

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