Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Grenzen der Verteilung?

17. April 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Miriam Beblo

In dem soziologisch und ökonomisch aufgestellten Forschungsprojekt mit dem Untertitel „Sozioökonomische Analysen der Wahrnehmung von (Um-) Verteilungen in Europa“ stellen wir folgende Fragen:

  • Wie nehmen Europäer*innen nationale und europäische Sozialpolitik wahr?
  • Welche Rolle spielen Vergleiche mit Anderen – innerhalb nationalstaatlicher Grenzen und über Grenzen hinweg?
  • Welche Ursachen und welche Folgen hat die eigene Positionierung innerhalb der (inter-) nationalen Einkommensverteilung auf die Bewertung von Umverteilungspolitik?

Diese Fragen zur Akzeptanz der sozialen Sicherung in Europa beforschen wir mit einem interdisziplinären Ansatz aus experimenteller Wirtschaftsforschung, ökonomischer und soziologischer Ungleichheitsforschung sowie international vergleichender Sozialpolitik- und Wohlfahrtsstaatsforschung. 

Mit einem Erhebungsexperiment untersuchen wir den kausalen Einfluss von (Fehl-)Einschätzungen der eigenen Einkommensposition auf Umverteilungspräferenzen aus nationaler wie europäischer Perspektive. Wir erheben Daten für den Vergleich innerhalb eines Landes und zwischen Ländern und setzen die subjektiven (länderspezifischen) Einschätzungen  mit objektiven Daten in Bezug.

Im europäischen Vergleich soll das Projekt Erkenntnisse über individuelle Einstellungen zum Sozialstaat und zu sozialstaatlichen Prinzipien liefern und beleuchten, inwieweit die Bevölkerung eine mögliche EU-Koordinierung der Sozialpolitik unterstützt. Es gibt darüber hinaus Aufschluss über Interventionsmöglichkeiten zur Verringerung von möglichen Fehleinschätzungen und über Konsequenzen einer Kompetenzverschiebung für die Befürwortung der europäischen Idee.

Das fünfköpfige Forschungsteam besteht aus Prof. Dr. Miriam Beblo, Dr. Elisabeth Bublitz, Prof. Dr. Henning Lohmann, zwei wissenschaftlichen und einer studentischen Mitarbeiter*in.

Miriam Beblo ist Professorin für VWL, insb. Arbeitsmarkt, Migration und Gender.

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