Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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DFG-Projekt „Erkundung des Erfahrung-Erwartungs-Nexus in makroökonomischen Prognosen“

10. Mai 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Ulrich Fritsche

Das Projekt „Exploring the experience-expectation nexus in macroeconomic forecasting using computational text analysis and machine learning“ ist Bestandteil der zweiten Phase des DFG-Schwerpunktprogramms 1859 „Erfahrung und Erwartung: Historische Grundlagen ökonomischen Handelns“ und basiert auf einer Kooperation mit der Helmut-Schmidt-Universität (Prof. Dr. Christian Pierdzioch) und der Hochschule Merseburg (Prof. Dr. Jörg Döpke). Methoden der computergestützten Textanalyse werden dort angewandt, um den Erfahrungs-Erwartungs-Nexus und die Rolle von Ideologie für die Erstellung makroökonomischer Prognosen zu untersuchen. Diese Forschung schließt verschiedene Aspekte ein: Die Auswahl und Beurteilung von Informationen, die mögliche strategische Nutzung von Prognosen zur Beeinflussung der Wirtschaftspolitik sowie die Auswirkungen dieser Aspekte auf die Formulierung von Texten. All dies wird mit modernen Methoden der computerlinguistischen Textanalyse wie „topic models“ sowie mit Methoden der Zeitreihenanalyse untersucht. Verschiedene Resultate der computergestützten Textanalyse werden zudem verwendet, um u.a. mit Methoden des maschinellen Lernens die Optimalität (Rationalität und Effizienz) von Prognosen zu überprüfen. Es werden überdies andere Aspekte und Forschungslücken im Erfahrungs-Erwartungs-Nexus untersucht, die methodisch alle auf der Kombination qualitativer und quantitativer Daten basieren. Unter anderem soll untersucht werden, ob in den Texten Informationen zur Unsicherheit der Prognosen vorhanden sind, die sich für eine Beurteilung der Prognosen nutzen lassen.

Ulrich Fritsche ist Professor für VWL, insb. Empirische Wirtschaftsforschung.

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