Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Studentische Gründungsprojekte – Start-up Faces am Lehrstuhl Digitale Märkte

19. Juni 2019 FB SozÖk Keine Kommentare

Von Dr. Stefanie Pakura und Sven Niederhöfer

Dieses Schlaglicht ist dem studentischen Engagement gewidmet, welches der Fachbereich Sozialökonomie durch seine interdisziplinäre Ausrichtung motiviert und begleitet. Hier entstehen studentische Projekte im Bereich ‚sustainable and social entrepreneurship, die darauf abzielen ein sozialeres und nachhaltigeres Leben zu fördern. Wir wollen stellvertretend für die vielen anderen studentischen Projekte und Initiativen am Fachbereich zwei an der Professur BWL im Team von Professor Sebastian Späth, entstandenen Gründungsprojekte kurz in ihren eigenen Worten vorstellen: Das soziale Start-up „Cheers & art“ und das Projekt zum Thema „Zero-Waste“.

Kirstin Blümke: „Meine Hauptmotivation für die Gründung eines sozialen Start-ups entstand dadurch, dass ich mich während meines Studiums immer wieder diesen Fragen gestellt habe: In was für einer Gesellschaft möchte ich leben? Was hinterlassen wir der Nachwelt? Und wie kann ich diese gestalten? Das Seminar „Gamification“ hat letztlich den Anstoß und die Motivation gegeben, eine eigene Idee für ein soziales Projekt zu finden, zu entwickeln und zu erproben und vor allem auch, sich mit der Umsetzung als Gründung als Möglichkeit kritisch auseinanderzusetzen. 2018 habe ich mein eigenes sozialen Start-up ‚Cheers & art‘ geründet, das Dekorationsartikel aus recycelten Materialien von Künstler*innen aus den Townships Südafrikas in Deutschland anbietet. Mit den Kunstwerken möchte ich vor allem die Bewohner*innen der Townships in Südafrika nachhaltig unterstützen und engagiere mich außerdem dafür, dass die Künstler*innen fair bezahlt werden, die Produkte aus mindestens 90 % recycelten oder upgecycelten Materialen bestehen und die Verpackung nachhaltig gestaltet ist. Ein Euro pro verkauftem Produkt geht als Spende an die ‚Kinderhilfe-Südafrika‘.“

Von einer ähnlichen Motivation berichten auch Jovanka Backhus und Randi Kittlitz: „Wir haben unsere Hauptmotivation ein eigenes Unternehmen zu gründen darin gefunden, einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Gesellschaft leisten zu wollen. Das Thema Nachhaltigkeit ist heute so relevant wie nie. Wir als Gesellschaft müssen unser Konsumverhalten zukunftsorientiert ändern, um die Erde langfristig als Lebensraum erhalten zu können. Die Bereitschaft für einen nachhaltigeren Konsum, ist beim Großteil der Verbraucher bereits da, allerdings bietet der Markt noch großen Raum für plastikeinsparende Produkte, die eine vollkommen transparente Lieferkette gewährleisten. Und genau da setzen wir mit unserem Zero-Waste Konzept im Hygienesektor an. Das Seminar „Building a Start-Up” und die damit einhergehende Ausarbeitung eines Businessplanes bildete für uns die Zusammenführung verschiedenster Kenntnisse, die wir bis dato im Studium erworben hatten, und somit den optimalen Ansporn und die Inspiration unser Bestreben in die Tat umzusetzen. Wir sind gerade dabei unsere Vertragspartner auszuwählen und unsere Marke aufzubauen, damit wir Anfang 2020 mit unserem Produkt auf den Markt gehen können!“

Stefanie Pakura und Sven Niederhöfer stellen auf der Homepage in der Kategorie „Start-Up Faces“ ehemalige Studierende aus Seminaren und der Universität Hamburg vor, die den Weg in die Selbständigkeit und die Gründung eines eigenen Start-Ups gewählt haben.

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