Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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„…jede*r nur ein Kreuz…“

10. Juli 2019 FB SozÖk Keine Kommentare

Von Stephanie Zuber

Zum letzten Mal in diesem Semester tagt heute der Fachbereichsrat Sozialökonomie. Der Fachbereichsrat hat in vielen lehrbezogenen Fragen ein Vorschlagsrecht gegenüber dem Fakultätsrat bzw. dem Dekanat und er ist somit das zentrale Gremium des Fachbereichs. Die Aufgaben des Fachbereichsrates sind in der Grundordnung der Universität Hamburg und in der Satzung der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften geregelt. Im Fachbereichsrat sind Vertreter*innen aller „Statusgruppen“ (Hochschullehrer*innen, Studierende, Wiss. Mitarbeiter*innen und Verwaltungsmitarbeiter*innen) präsent. Die Wahl erfolgt durch alle Mitglieder des Fachbereichs gemäß der Wahlordnung der Universität. Was mit dem Verweis auf Satzungen, Ordnungen und Gesetzte zunächst etwas „sperrig“ anmutet, ist in der Praxis häufig mit interessanten Diskussionen und wichtigen Fragen für den Fachbereich verbunden. In der letzten Sitzung hat der Fachbereichsrat sich beispielsweise mit Details der großen Lehramtsreform, die derzeit in Hamburg stattfindet, beschäftigt, da die Sozialökonomie an verschiedenen Lehramtsstudiengängen beteiligt ist. Zudem wurde in der letzten Sitzung der inhaltliche Schwerpunkt für das nächste Themensemester festgelegt: „Sozialökonomische Perspektiven in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung“ lautet das Motto, unter dem ab dem Wintersemester 19/20 Veranstaltungen innerhalb der Lehre, aber auch für eine breitere Öffentlichkeit stattfinden werden. Zudem war der besondere Hochschulzugang der Sozialökonomie „Studieren ohne Abitur“ Thema. Für die heutige Sitzung des Fachbereichsrates steht u.a. auf der Tagesordnung:

  • Begrüßung neuberufener Juniorprofessorinnen
  • Vorstellung der Lehrplanung des nächsten Wintersemesters
  • Veränderungen bei der zentralen Hörsaalvergabe

Außerdem sollen Vertreter*innen für verschiedene Ausschüsse und Positionen benannt werden. Denn neben dem Fachbereichsrat gibt es noch: Programmdirektionen, Prüfungsausschüsse und Qualitätszirkel für jeden Studiengang, Widerspruchsausschüsse, einen Aufnahmeprüfungsausschuss, einen Promotionsunterausschuss, Berufungskommissionen, (stellvertretende) Gleichstellungsbeauftragte, Mitglieder der Sozialökonomie im Fakultätsrat, einen Ausschuss für Lehre und Studium, Ombudspersonen, und, und, und… Außenstehenden ist die Fülle an Gremien, Ausschüssen und Ämtern oft nur schwer verständlich zu machen. Auch intern sind die (vielen) Sitzungstermine nicht immer beliebt, weil sie in zeitlicher Konkurrenz zu den „direkteren“ Aufgaben in Forschung und Lehre stehen. Aber alle wissen, dass „Fakultätsrat, Fachbereichsräte & Co“ notwendig sind, um durch die akademische Selbstverwaltung eine Struktur zu schaffen, in der Wissenschaft überhaupt erst gelingen kann. Und so hoffe ich, dass sich auch bei zukünftigen Anfragen nach Besetzungsvorschlägen für Kommissionen und Ämter, mit denen ich als Referentin im Auftrag des Fachbereichsrates häufig an Personen(gruppen) herantrete, immer Freiwillige finden lassen. Schließlich geht es auch darum, Gestaltungsspielräume der akademischen Selbstverwaltung für eine gute Wissenschaft zu nutzen.

Stephanie Zuber ist Referentin des Fachbereichs Sozialökonomie und als solche u.a. zuständig für den Fachbereichsrat Sozialökonomie. Der Fachbereichsrat tagt hochschulöffentlich. 

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