Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Implizite Führungstheorien im öffentlichen Sektor

12. Dezember 2019 FB SozÖk Keine Kommentare

von: Prof. Dr. Rick Vogel und Laura Werkmeister

Woran denken Menschen, wenn sie an eine typische Führungskraft aus dem öffentlichen Sektor denken? Welche Persönlichkeitseigenschaften werden typischerweise mit effektiver öffentlicher Führung (engl.: Public Leadership) assoziiert? Welche Auswirkungen haben die Antworten auf diese Fragen auf Erfolgsfaktoren öffentlicher Organisationen und was können Forscher*innen von ihnen über die Konzeption von Public Leadership lernen? Diesen und weiteren Fragestellungen geht das Forschungsprojekt „Implicit Public Leadership Theories in Public Administration“ nach.

Implizite Führungstheorien (engl.: Implicit Leadership Theories; ILTs) bezeichnen größtenteils unbewusste mentale Modelle über Eigenschaften, die Menschen von einer prototypischen bzw. exemplarisch guten Führungskraft erwarten. Für den privatwirtschaftlichen Kontext konnte gezeigt werden, dass ILTs führungsrelevante Situationen und damit auch deren Resultate erheblich beeinflussen. Die Bedeutung impliziter Kognitionen im Kontext öffentlicher Führung wurde bis dato jedoch noch nicht untersucht. Um diese Forschungslücke zu schließen, untersucht die erste, explorative Studie des Projekts von Prof. Dr. Rick Vogel und Laura Werkmeister zunächst die Existenz spezifischer ILTs zum öffentlichen Sektor (engl.: Implicit Public Leadership Theories). Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen und unter Anwendung experimenteller und impliziter Methoden beleuchten darauf folgende Studien die Konsequenzen und Korrelate von Implicit Public Leadership Theories.

Rick Vogel ist Professor für BWL, insb. Publik Management und Laura Werkmeister ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur.

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