Sozialökonomie an der Universität Hamburg in 100 Schlaglichtern

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Sozialökonomie Studieren! Aktuelle Bewerbungsfristen

05. Juli 2019 FB SozÖk

Bereits 63 Schlaglichter haben jeweils an konkreten Beispielen gezeigt, womit Sozialökonomie sich befasst. Sozialökonomie ist vielfältig und spannend! Wenn Sie Interesse an einem Studium am Fachbereich Sozialökonomie haben, können Sie sich JETZT bewerben. Bis zum 15. Juli läuft die Bewerbungsfrist für einen Studienstart zum Wintersemester in folgenden unserer Studiengänge:

  • Sozialökonomie (Bachelor)
  • M.Sc. Interdisziplinäre Public und Nonprofit Studien (Masterstudiengang, M.Sc.)
  • Health Economics & Health Care Management (Masterstudiengang, M.Sc.)
  • Arbeit, Wirtschaft, Gesellschaft – Ökonomische und Soziologische Studien (Masterstudiengang, M.A.)

Für zwei weitere Masterstudiengänge gelten abweichende Fristen: International Business and Sustainability (M.A., Start jeweils zum Wintersemester, Bewerbungsfrist i.d.R. 15.02. bis 31.03.) und Human Resource Management/Personalpolitik (M.A., Start jeweils zum Sommersemester, 01.12.-15.01)

Die Programmdirektionen der Studiengänge und das Studienbüro halten zu jedem Studiengang umfassende Informationen bereit. Hier finden Sie auch alle benötigten Informationen über die einzureichenden Bewerbungsunterlagen und das Zulassungsverfahren.

Hier einige bisherige Schlaglichter, die sich explizit mit Studium und Lehre bei uns am Fachbereich beschäftigen oder die von Studierenden verfasst wurden:

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Warum und wie ist Sozialkapital aufzubauen?

04. Juli 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Dominik Vogel, Prof. Dr. Leisha DeHart (University of North Carolina) und Prof. Dr. Alexander Kroll (Florida International University)

Warum und wie sollten Verwaltungen Sozialkapital aufbauen?

Dieser Frage widmen wir uns in der im American Review of Public Administration veröffentlichten Studie „Mechanisms of Social Capital in Organizations: How Team Cognition Influences Employee Commitment and Engagement“.

Viele sind mit dem betriebswirtschaftlichen Begriff Kapital vertraut: ein Vermögenswert, der an Wert gewinnen oder verlieren kann, wie etwa schwere Ausrüstung, Gebäude und IT-Systeme. Es gibt aber auch ein anderes Kapital, das den gleichen, wenn nicht sogar einen höheren Wert besitzt: das Sozialkapital, das Beschäftigte in Organisationen aufbauen. Es handelt sich dabei um eine Ressource, die es Mitarbeitenden ermöglicht, erfolgreich zusammenzuarbeiten, über sich selbst hinaus zu wachsen und effektiv für die Organisation zu handeln, auch wenn Zeit und Geld knapp sind.

Die bisherige Forschung hat gezeigt, dass die Performance von Organisationen gesteigert wird, wenn sie Sozialkapital mit ihren Mitarbeitenden aufbauen. Rhys Andrews von der Cardiff University fand bei einer Untersuchung unter englischen Kommunalverwaltungen heraus, dass sich großes Sozialkapital vorteilhaft auf die Performance von Organisationen auswirkt.

In unserer Studie zeigen wir, dass Sozialkapital zudem das Engagement von Mitarbeitenden stärkt, und dass Teams eine wichtige Rolle dabei spielen, ein Bewusstsein für Sozialkapital zu erzeugen, indem sie gemeinsame Werte schaffen und kommunizieren.

Im Rahmen der Local Government Workplaces Initiative der University of North Carolina at Chapel Hill unterstützen wir lokale Behörden dabei, Sozialkapital mit ihren Mitarbeitenden aufzubauen. Hierfür benötigt man drei Zutaten: eine Botschaft, Teamwork und Vertrauen. Um dies zu erreichen, geben wir den Behörden die folgenden drei Ratschläge:

  1. Entwerfen, kommunizieren und nutzen Sie eine überzeugende Botschaft.
  2. Ermöglichen Sie Teamwork unter ihren Mitarbeitenden.
  3. Schaffen Sie Vertrauen unter ihren Mitarbeitenden.

Verwaltungen können ihre Performance steigern, indem sie Sozialkapital mit ihren Mitarbeitenden aufbauen. Um dies zu erreichen, benötigen sie eine überzeugende Botschaft, effektive Teamarbeit und Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Management. Dies führt im Ergebnis zu einer Qualitätssteigerung der Dienstleistungen, die Verwaltungen für die Allgemeinheit bereitstellen.

Der vollständige Artikel kann unter folgendem Link nachgelesen werden: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0275074019851894.

Eine Version ohne Zugangsbeschränkungen findet sich hier: https://vogel-online.info/publication/19-arpa-osc/

Dominik Vogel ist Juniorprofessor für BWL, insb. Public Management.

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Arbeit, Wirtschaft, Gesellschaft – Ökonomische und Soziologische Studien

03. Juli 2019 FB SozÖk

Studiengangsvorstellung

Im Mittelpunkt des Masterstudiengangs „M.A. Arbeit, Wirtschaft, Gesellschaft – Ökonomische und Soziologische Studien“ steht die sozialökonomische Analyse des Strukturwandels von Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft sowie dessen Ursachen und Konsequenzen.

Hierbei besteht der Anspruch des Masterprogramms darin, eine Kompetenz auf dem interdisziplinären Forschungsgebiet der Sozialökonomie zu vermitteln. Das Programm vermittelt gleichberechtigt disziplinäres Fachwissen der Soziologie und Ökonomie zu breiten Themenschwerpunkten und stellt somit ein interdisziplinäres theorie-, methoden- und forschungsorientiertes Angebot zur Verfügung. Studierende des Masterprogramms sollen zum einen befähigt werden, das vorhandene Wissen sowohl zu verstehen als auch kritisch zu reflektieren. Zum anderen sollen sie befähigt werden, über die Anwendung von bereits bestehendem Wissen hinaus zur Produktion von neuem Wissen (Forschung) beizutragen.

Unser Studienprogramm wendet sich dabei nicht nur an Studierende der Sozialökonomie, sondern auch an jene, die auf mono- oder interdisziplinäre sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Bachelor-Studiengänge aufbauen und Fragen nach den Mechanismen und Bedingungen der Herstellung von sozialer Sicherheit, sozialer Integration und Wohlfahrt forschungsorientiert und empirisch fundiert beantworten wollen.

Der Masterstudiengangs „Arbeit, Wirtschaft, Gesellschaft – Ökonomische und Soziologische Studien“ lässt Studierende jedes Jahr zum Wintersemester zu. Die Regelstudienzeit umfasst vier Semester.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage. Schauen Sie sich auch gern eine Vorstellung des Studiengangs im Rahmen der Lecture-to-go an. Programmdirektorin des Studiengangs ist Prof. Dr. Petra Böhnke.

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Das „TVP“ des Fachbereichs Sozialökonomie: Die Unentbehrlichen

02. Juli 2019 FB SozÖk

Von den TVP-Kolleg*innen der Sozialökonomie

Was zunächst etwas anmaßend klingen mag – „ohne uns läuft nichts!“ –, entspricht bei näherer Betrachtung den tatsächlichen Gegebenheiten: Nicht nur am Fachbereich Sozialökonomie ist das technische und das Verwaltungspersonal das Schmiermittel eines hochkomplexen Gefüges.

Hilfreich ist dabei, dass den Fachbereich ein kollegialer Umgang auf Augenhöhe zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen auszeichnet (vielleicht in Teilen auch das ein Erbe der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, HWP). Das vereinfacht die Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen bei der Organisation von Forschung und Lehre.

Unsere Mit- und Zuarbeit ist unentbehrlich. Ob es das für uns zuständige Hausmeister-Team ist, die Poststelle und die Pförtnerloge im Von-Melle-Park 9, das Studienbüro Sozialökonomie, die Geschäftsstelle des Fachbereichs, die Sekretariate und Geschäftszimmer, der IT-Support – überall sind Menschen am Werk, die die Struktur stützen, innerhalb derer sich Studierende und wissenschaftliches Personal möglichst unfallfrei bewegen können.

Was tun wir überhaupt?

Wir… Organisieren – Kommunizieren – Begleiten – Überwachen.

Eine Skizze unserer täglichen Aktivitäten:
Wir verfügen großteils über langjährige Erfahrung im zuverlässigen Bewältigen vielfältiger Herausforderungen, ohne im Chaos zu versinken. Viele von uns kommen stressgestählt aus der freien Wirtschaft an die Universität. Wir organisieren Forschungsseminare, Exkursionen, Dienstreisen, Tagungen und Workshops, Klausurunterlagen, das Einrichten von Arbeitsplätzen, wir beschaffen Büromaterial, lesen Korrektur und koordinieren Termine. Wir pflegen den Internetauftritt unserer jeweiligen Professuren. Wir beantworten Fragen nicht nur von Studierenden und Kolleg*innen im Büro, sondern geben vielfältige Auskünfte und Ratschläge auch am Telefon: Wer ist die richtige Ansprechperson, welcher der korrekte Dienstweg? Wo findet gerade das Seminar statt? In welchem Büro finde ich Herrn oder Frau XYZ? Was ist die naheliegendste Lösung für ein unlösbar scheinendes Problem? Wir klären Sachverhalte, stehen für unsere Informationen gerade. Wir behalten Ausgaben und Kosten im Blick, unterstützen neue Mitarbeiter*innen, finden Besprechungsräume, kümmern uns um Lieferungen und – mit viel Herzblut – um die Gäste unserer Schwerpunkte BWL, Rechtswissenschaft, Soziologie, VWL. Wir sorgen für Arbeitssicherheit. Sauberkeit. Eine funktionierende Infrastruktur. Oftmals unsichtbar, stets im Hintergrund, immer im Dienst der Bildung.

Wir sind diejenigen, die Wissenschaft und Verwaltung miteinander verbinden. Wir sind stolz, durch unsere Arbeit einen wichtigen – eben „unentbehrlichen“ – Beitrag zur Sozialökonomie zu leisten.

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Sozialökonomik der Ökonomik

01. Juli 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Arne Heise

Die Arbeiten zur Sozialökonomik der Ökonomik beschäftigen sich mit soziologischen und ökonomischen Erklärungsansätzen zur paradigmatischen Entwicklung der Wirtschaftswissenschaften und deren von anderen Sozialwissenschaften unterschiedene Spezifik, einen in Forschung, Lehre und Politikberatung dominanten Mainstream auszubilden und andere paradigmatische Ansätze zu marginalisieren. Dadurch wird ein Pluralismus der Ontologien – nicht der Epistemologien – verhindert, der die anderen Sozialwissenschaften auszeichnet. Dieser Mangel an Pluralismus, der von einer zunehmenden Anzahl von Teilnehmern am Wissenschaftsmarkt als Einseitigkeit kritisiert wird, hat zu einem Reputationsverlust der Wirtschaftswissenschaften im Zuge der jüngsten Weltfinanzkrise und der scheinbaren Ratlosigkeit der Mainstream-Ökonomik hinsichtlich deren Erklärung und Remeduren geführt.

Es wird danach gefragt habe, ob die zunehmende Dominanz marktoptimistischer Ansätze – und spiegelbildlich die Zurückdrängung marktkritischer Denkstile – zufälliger oder systematischer Natur war (und ist)? Dabei wird eine interdisziplinäre Synthese aus ökonomisch-institutionalistischen und soziologischen Ansätzen verwendet, die mikroökonomische Anreizstrukturen im ‚Markt für ökonomische Ideen‘ in eine soziologisch fundierte Kapitalstruktur – bestehend aus ökonomischem, sozialem und kulturell-institutionellem Kapital – einbettet. Insbesondere die auf den französischen Soziologen Pierre Bourdieu zurückgehende ‚Kapital‘-Betrachtung ermöglichte es, eine – leider pessimistische – Prognose zur weiteren Entwicklung der Ökonomik zu begründen und offenbart das kritische Verhältnis von ‚Kapital‘ und ‚(Wirtschafts-)Wissenschaft‘.

Die Bedeutung der Arbeit kann darin gesehen werden, dass auf ‚Marktfehler‘ des (unregulierten) ‚Marktes für ökonomische Ideen‘ verweisen werden konnte, die wesentlich auf eine ungleiche Ausstattung verschiedener paradigmatischer Marktteilnehmer mit unterschiedlichen Kapitaltypen zurückzuführen sind und im Kern die grundgesetzlich gesicherte Wissenschaftsfreiheit im Sinne einer Konstitutivnorm einschränkt, die allen Denkschulen uneingeschränkten Zugang zum Wissenschaftsmarkt gewährt.

Arne Heise ist Professor für VWL, insb. Finanzwissenschaft und Public Governance.

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Medialisierung und Ökonomisierung von Jugend- und Musikkulturen: Ein IGK stellt sich vor

28. Juni 2019 FB SozÖk

Von Dr. Carsten Heinze

Der IGK Medialisierung und Ökonomisierung von Jugend- und Musikkulturen ist ein nunmehr seit knapp 10 Jahren regelmäßig stattfindender Einführungskurs, dessen Titel und inhaltlicher Ausrichtungsrahmen sich seit seiner konzeptuellen Entwicklung kaum verändert haben (im zweiten B. A.-Studienabschnitt werden Vertiefungsseminare dazu angeboten). Ein Blick in die inter- bzw. transdisziplinäre, international ausgerichtete Forschungslandschaft zeigt, dass dieses Thema in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen hat und vor dem Hintergrund des digitalen Wandels einen wichtigen sozial-und kulturwissenschaftlichen sowie ökonomischen Gegenstand zur Erklärung der (post-)modernen Konsumgesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. und des beginnenden 21. Jahrhunderts darstellt. Zugleich belegt die alltägliche Lehrerfahrung, dass dieses Thema auch von einer sehr aktiven und interessierten Student*innenschaft jedes Semester aufs Neue mit Leben, d. h. mit spannenden Themenvorschlägen, Hausarbeiten, Referaten und Diskussionen gefüllt wird. Darin spiegelt sich sowohl die empirische Lebendigkeit des Untersuchungsgegenstandes als auch dessen Veränderungsdynamik, die in diesen Kurs hineingetragen wird.

Wir – die IGK-Kursteilnehmer*innen des Sommersemesters 2019 im zweiten Abschnitt – möchten vor dem Hintergrund unserer gemeinsamen Kurserfahrungen Ergebnisse, Effekte und Ziele kurz vorstellen. Die folgenden Ausführungen beruhen auf einer Gruppendiskussion, die wir hierfür gemeinsam durchgeführt haben. Die schriftliche Ausarbeitung und Zusammenführung der einzelnen Aspekte wurde vom Kursleiter, Carsten Heinze, vorgenommen.

Wir Kursteilnehmer*innen begrüßen die Kleingruppen-Arbeit des IGK (mit max. 25-30 Teilnehmer*innen) und haben diese Form als sehr hilfreich für den Einstieg in das wissenschaftliche Arbeiten erlebt. Das angebotene Thema ist hierfür sehr geeignet. Es wird von uns als Vorzug betrachtet, eine direkte und unmittelbare Bezugsperson zu haben, die uns an das gewählte Kursthema im Gegensatz zu Großveranstaltungen anderer Fachbereiche, Fakultäten und Universitäten, die dieses Kurskonzept (noch) nicht kennen, heranführt. Als passenden Einstieg in die Wissenschaft, das wissenschaftliche Arbeiten, Denken und Argumentieren, empfinden wir, dass gemeinsam an einem größeren Themenkomplex gearbeitet wird, und jeder darin sein Thema zu verorten und einzuordnen hat. Letzteres wird nicht vom Kursleiter vorgegeben, sondern kann nach Interesse, Neigung, Vorerfahrung und Vorwissen selbst gewählt werden, was die Eigenaktivität und die Einübung einer selbständigen Themenfindung erhöht. Ob und wie sich dann die einzelnen Hausarbeitsthemen inhaltlich aufeinander beziehen lassen, erfahren wir in den Referaten, mit denen jede/r Kursteilnehmer*in im zweiten IGK-Semester die eigenen Arbeitsergebnisse vor- und zur Diskussion stellt.

Das Thema Medialisierung und Ökonomisierung von Jugend- und Musikkulturen lässt sich unter sozialökonomischen Gesichtspunkten exemplarisch gut erörtern und umfasst (kultur-/medien-/wissens- und jugend-)soziologische, ökonomische und rechtliche Aspekte. Aufgrund der Durchdringung sämtlicher Lebensbereiche der (post-)modernen Gesellschaft mit medialisierter und kommerzialisierter Pop(ulär)kultur ist es ein praxisnahes und lebensweltlich relevantes Thema, das vor allem qualitativ, aber auch quantitativ untersucht werden kann. Ein historischer Blick zurück in die Geschichte der Jugend- und Musikkulturen verdeutlicht darüber hinaus, welchen Einfluss diese auf die Entwicklung der (post-)modernen Gesellschaft genommen haben und welche Rolle darin das Mediale und Ökonomische spielen.

Das Spezifische in der praktischen Durchführung unseres IGKs sind die relative Freiheit und Autonomie, die im individuellen Umgang mit dem Thema und dessen Ausarbeitung in der Hausarbeit vom Dozenten eingeräumt werden. Zwar kann dies zu Beginn zu Irritationen und Orientierungsschwierigkeiten bei der Themenwahl führen, jedoch wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, schon früh im Studium Selbstverantwortung und Selbständigkeit zu übernehmen, und damit Kompetenzen zu entwickeln, die für eine erfolgreiche akademische Bildung und Ausbildung unentbehrlich sind. Wir Kursteilnehmer*innen betonen, dass uns das „Hinbewegen zum eigenen Thema“ und das Erlernen selbständigen Denkens und Arbeitens trotz aller Eingewöhnungen Spaß bereitet und motiviert hat, sich in einen Themenzusammenhang zu vertiefen: „learning by doing“ hat einen hohen Stellenwert in unserem Kurs, der zum intrinsischen Lernen anregen soll. Zu unserer Absicherung, nichts Grundlegendes in der Ausarbeitung falsch gemacht zu haben, wird zu Beginn des zweiten Kursabschnitts eine erste Hausarbeitsfassung eingefordert, die dann in einem 4-Augen-Gespräch mit dem Dozenten besprochen und von ihm kommentiert wird. Anschließend wird die Möglichkeit eingeräumt, diese erste Fassung zu überarbeiten und in eine finale Form zu bringen, die dann die Grundlage zu Beurteilung unserer Leistung bildet.

Für die Zukunft wäre als Anregung zu überlegen, ob es nicht eine Abschlussveranstaltung aller IGKs geben könnte, auf der ausgewählte Hausarbeitsergebnisse vorgestellt und diskutiert werden. Hierdurch würde man einen Einblick in andere, sicherlich ebenso spannende Kursthemen bekommen und den kursübergreifenden, interdisziplinären Einführungseffekt verstärken.

Carsten Heinze ist wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Lehre für besondere Aufgaben im Fachgebiet Soziologie.

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Sixth wave of innovation: Green Technology and Sustainability

27. Juni 2019 FB SozÖk

Von den Studierenden des Master of International Business und Sustainability (MIBAS)

Seit April 2014 organisiert ein Team bestehend aus Studierenden des „Master of International Business und Sustainability“ (MIBAS) Podiumsdiskussionen zu Corporate Social Responsibility (CSR). Bei den Debatten tauschen sich die Studierenden mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus. Das Team wird von Prof. Dr. Daniel Geiger (Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Chair for Organisational Studies) unterstützt. Die „MIBAS Debates“ ermöglichen den Studierenden und Gästen aktuelle Herausforderungen rund um Themen der Unternehmensverantwortung zu diskutieren und kritisch zu reflektieren.

Heute um 18 Uhr lädt das MIBAS Debate Team alle Interessierten herzlich zur Debatte ein (Hamburger Segel-Club e.V – An der Alster 47a). Das heutige Thema lautet:

Sixth wave of innovation: Green Technology and Sustainability

Not only is technological innovation booming, but it is rapidly shifting towards sustainable solutions. The 2012 Global Green R&D Report found that private investments in clean technology and green economic and commercial solutions reached $3.6tn for the period 2007-2012. We are living through the birth of what David King, director of the Smith School of Enterprise and the Environment at Oxford University, calls „another renaissance“ in the industrial revolution: „Human ingenuity is the answer“.

We have reached planetary boundaries – human pressures on finite, earth systems are at a tipping point. However, the technology to address this near catastrophe is now within our reach, according to expert in sustainable development, Jeffrey Sachs: ‘We need a sixth wave of sustainable and green technologies …so that we can provide to all the people of the planet in a way that is environmentally sustainable.’. ‘We are trespassing on fundamental planetary boundaries, the most dramatic of which is the rise of the greenhouse gas concentrations … The path we need to be on takes the two degrees limit seriously and understands the carbon budget that goes along with it. The key, according to Sachs, is to create practical, manageable pathways for deep decarbonisation based on a technological revolution.

The development of new technology is one of the ways of addressing overcrowding in cities, pollution, traffic jams, an aging population and other social needs, and this can also lead to business opportunities. Thus, innovation has a leading role to play in this process, as it is innovation that enables the development of solutions for such problems (Han et al., 2012).

However, while society is demanding that companies take on an environmental and social role, and while this is seen as an opportunity for companies to develop and innovate, many of the innovation strategies that are adopted are inadequate to accommodate these demands (Hall & Vredenburg, 2012). In addition, some argue that the technology is not yet well developed enough to meet the huge challenges posed by climate change. Throughout history, when a new wave of innovation arises, market positioning changes, so that dominant companies are challenged and sometimes disappear, as they tend to defend their current practices and end up not responding adequately to change (Utterback, 1996).

All these issues make it necessary to discuss how the sixth wave of innovation based on green technology can create solutions for sustainable development and what are the underlying challenges.

Mehr Informationen zu den MIBAS Debates on CSR.

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Seminarreihe zum Thema Existenzgründungen

26. Juni 2019 FB SozÖk

Von Sven Niederhöfer, Dr. Stefanie Pakura und Karsten Wenzlaff

Existenzgründungen bilden einen wesentlichen Treiber des gesellschaftlichen und technischen Fortschrittes. Ferner können die Herausforderungen, die mit der zunehmenden Digitalisierung, Globalisierung sowie der wachsenden Bevölkerung einhergehen, von etablierten Unternehmen mit ihren oftmals rigiden Strukturen nicht alleine bewältigt werden.

Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, bedarf es qualifizierter, engagierter und motivierter Personen, die innovative Lösungen entwickeln und vorantreiben. Querdenker*innen, die etablierte Pfade und Strukturen verlassen. Einen besonders guten Nährboden für solche Ideen und Querdenker*innen bildet der Fachbereich Sozialökonomie, der durch die interdisziplinäre Ausbildung wirtschaftswissenschaftliche und rechtliche Kenntnisse mit gesellschaftlichen Fragestellungen verknüpft und dadurch eine Basis nicht nur für eine facettenreiche Ausbildung legt, sondern Raum für interdisziplinäre und neue Lösungsansätze schaffen kann. 

Entsprechend ist es uns an der Professur von Prof. Späth für BWL mit Schwerpunkt digitale Märkte ein besonderes Anliegen, Lehrveranstaltungen anzubieten, in welchen die Studierenden aus der Sozialökonomie die Gelegenheit bekommen ihre Kreativität zu entfalten und innovative Ideen gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen zu bearbeiten. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei einen alternativen Karrierepfad der Existenzgründung mit den Studierenden gemeinsam zu eröffnen. Die von unserem Team angebotenen drei Seminare „Gamification“, „Building a Start-Up“ und „Alternative Finance Ecosystems“ behandeln dabei unterschiedliche Schwerpunkte, die sich gegenseitig sinnvoll ergänzen. 

So erlernen im Seminar „Gamification“ die Studierenden die Grundbegriffe und Anwendungsfelder (z.B. Business, Education, Social) von Gamification kennen und kritisch zu reflektieren. Ziel ist, dass die Studierenden eine eigene und kreative (Gründungs-)Idee in Form eines „Gamified Systems“ entwickeln und sich der Herausforderung stellen eine innovative Lösung für ein Problem zu finden.

Das Seminar „Building a Start-Up“ soll die grundlegenden Aspekte der Entwicklung einer innovativen Geschäftsidee theoretisch und praktisch einführen. Dabei wird der Prozess von der Ideenfindung über die Geschäftsmodellentwicklung bis hin zur Präsentation vor potenziellen Investoren behandelt. Im Fokus steht die Ausarbeitung eines „Businessplans“.

Im Seminar „Alternative Finance Ecosystems“ werden die verschiedenen Crowdfunding-Mechanismen untersucht, die gesetzlichen Rahmenbedingungen analysiert sowie die Funktionsweise von Cryptowährungen besprochen.

Dabei hat jedes Seminar einen eigenen Schwerpunkt, alle nacheinander, parallel oder auch nur einzeln besucht, stellen eine Bereicherung für das Studium dar, um selbständiges und kreatives, lösungsorientiertes Denken und Handeln zu erlernen und eine Vorstellung von der eigenen Gründung zu entwickeln.S

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Sozialökonomie – „Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung“

25. Juni 2019 FB SozÖk

Sozialökonomie ist mit ihrer interdisziplinären Herangehensweise dafür prädestiniert, sich auch komplexen Fragestellungen zu widmen. Sie kann fundiertes Wissen liefern – Wissen, das für viele gesellschaftliche Bereiche relevant ist. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unseres Fachbereichs sind in vielfacher Weise für einen solchen Transfer von Wissen aktiv. Sie „übersetzen“ sozialökonomisches Wissen für die Bereiche, in denen es handlungsrelevant ist.

Beispielsweise kann sozialökonomische Forschung wichtige Grundlagen für politische Entscheidungen liefern. Zudem können Sozialökonominnen und Sozialökonomen begleitend erforschen, ob z.B. sozialpolitische Maßnahmen und Programme tatsächlich die gewünschte Wirkung entfalten.

Drei konkrete Beispiele: Miriam Beblo (Professorin für VWL) ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie gehört auch zur Sachverständigenkommission für den 9. Familienbericht sowie zur Sachverständigenkommission für den 3. Gleichstellungsbereicht der Bundesregierung. Alexander Bassen (Professor für BWL) ist Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Und Herr Knops (Professor für Zivil- und Wirtschaftsrecht) wurde 2019 erneut in den Beirat „Marktwächter Finanzen“ berufen, der eine Art Frühwarnsystem für die Verbraucherzentralen darstellt und eine Institution des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz ist.

Sie alle – und viele weitere Mitglieder des Fachbereichs – tragen somit zu etwas bei, das die Universität für sich in ihrem Leitbild fixiert hat: Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung.

In diesem Kontext kann auch gesehen werden, dass viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachbereichs Patenschaften der Universität für die 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der vereinten Nationen (UN) übernommen haben. Unter dem Leitbild „Innovating und Cooperating for a Sustainable Future“ wurden von der UN 17 SDGs benannt, um systematisch auf die Erreichung des Ziels hinarbeiten zu können. Die Universität folgt diesem Leitbild und hat Ende letzten Jahres erstmals Patenschaften an Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer vergeben, die bereits einschlägig für die Themen ausgewiesen sind. Zwölf der Patenschaften wurden in der Sozialökonomie übernommen. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten damit einen wichtigen Beitrag, um an einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken. Die konkreten Themen der SDGs reichen von „Keine Armut“ über „Gesundheit und Wohlergehen“ bis hin zu „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ und „Bezahlbare und saubere Energie“. Zudem wurde eine Patenschaft an das Kompetenzzentrum Nachhaltige Universität vergeben, dessen leitender Direktor, Alexander Bassen, ebenfalls aus der Sozialökonomie kommt.

Auch die Studierenden des Fachbereichs drängen immer wieder darauf, gesellschaftlich relevante und kritische Themen aufzugreifen. Beispielsweise fand im Wintersemester 2018/2019 auf Anregung von Studierenden am Fachbereich ein „Themensemester“ statt. Unter dem Titel „Gesundheit, Pflege, Care-Arbeit – Sozialökonomische Perspektiven“ wurde eine Reihe von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen organisiert, die für Interessierte geöffnet waren. Das Themensemester hat viel Zuspruch erhalten und aktuell plant der Fachbereich ein weiteres Themensemester.

Viele weitere Beispiele und Arten für Wissenstransfer und „Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung“ ließen sich anführen: Die Beteiligung an weiterbildenden Studiengängen, zahlreiche Forschungsprojekte und -kooperationen, die Beteiligung an #uhhhilft… Aber dieses „Schlaglicht“ ist bereits jetzt eines der längsten von „100 Schlaglichtern Sozialökonomie“. Das zeigt vermutlich, dass am Fachbereich Sozialökonomie – neben der ebenfalls bedeutsamen wissenschaftlichen Weiterentwicklung von Theorien und Methoden im Sinne einer Grundlagenforschung – der Erzeugung und dem Transfer von gesellschaftlich relevantem Wissen eine hohe Bedeutung beigemessen wird. Und es zeigt, dass die Sozialökonomie in dieser Hinsicht viel zu bieten hat!

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Bereit für die Krise?

24. Juni 2019 FB SozÖk

Von Prof. Dr. Daniel Geiger

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Organisationen mit Krisen und unerwarteten Ereignissen umgehen und wie diese Fähigkeit zu organisationaler und sozialer Resilienz beiträgt. Laut UN steigt aufgrund von Klimawandel und zunehmenden Migrationsbewegungen die Zahl der Hochrisikoereignisse, die die Funktionsfähigkeit von Organisationen und Gesellschaften bedrohen können, rapide an. Hochrisikoereignisse beginnen oftmals auf lokaler Ebene und betreffen eine einzelne Organisation, können aber sehr schnell in größere Krisen kumulieren die regionale oder bisweilen sogar globale Auswirkungen haben. Auf Basis ethnografischer Studien untersuchen wir, wie einzelne Organisationen und auch Netzwerke unterschiedlicher Partner in Krisen Hilfeleistungen koordinieren, wie Organisationen neue Strukturen schaffen bzw. mit fehlenden Strukturen umgehen, welche Rolle Routinen in Katastropheneinsätzen spielen und wie die Bearbeitung von Zeit und Raum zur Krisenbewältigung beiträgt. Bislang hat sich die Forschung vor allem mit der Effizienz von Organisationsstrukturen und deren planvollem Wandel beschäftigt. Der Fokus auf Krisen und Katastrophen beleuchtet hingegen ein relatives neues Forschungsfeld und versucht gewissermaßen Extremsituationen von Organisationen und des Organisierens zu betrachten. Hierzu führen wir Studien bei der Hamburger Feuerwehr, beim Technischen Hilfswerk und in humanitären Flüchtlingskrisen (Norduganda) durch. Ziel ist es die Krisenfestigkeit von Organisationen und Gesellschaften zu erhöhen. 

Daniel Geiger ist Professor für BWL, insb. Organisation.

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